| Herzlich willkommen auf der Klöstitz-Homepage von Ingrid Reule |
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Um das Forschen danach zu erleichtern, möchte ich meine Daten über die Klöstitzer Siedler und deren Vor- und Nachfahren ihren Nachkommen und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Unter Genealogiedaten können Sie in meiner Datenbank unter ca. 17.000 Personen nach Ihren Vorfahren suchen. Den Schwerpunkt der Darstellung bildet der Zeitraum vom Beginn der Besiedlung im Jahr 1815 bis zur Umsiedlung ins Deutsche Reich im Herbst 1940. Viele Ahnenlinien vor der Ansiedlung in Klöstitz 1815 wurden ebenso erforscht. Nach 1940 bis heute wurden zudem die Klöstitzer Umsiedler und Nachfahren erforscht, die zu meiner eigenen Familie gehören.
Klöstitz (heute Veselz Dolina) liegt in
Bessarabien. Diesen Namen trägt das Gebiet, das westlich vom Pruth, östlich
und nördlich vom Dnjestr und südöstlich vom Schwarzen Me Heute gehört der nördliche Teil Bessarabiens zu
Moldawien und der südliche zur Ukraine. Der südliche Teil war das
Hauptansiedlungsgebiet der deutschen Emigranten, in ihm liegt auch Klöstitz. Es liegt Luftlinie etwa 1.500 km von den
Heimatregionen der meisten Siedler
bzw. ihrer Vorfahren in Württemberg, Baden und der Pfalz entfernt und ca. 1.000 km von den
Zwischenstationen im früheren West-, Süd- und
Neu-Ostpreußen (Süd- und
Neu-Ostpreußen bildeten von 1807 - 1815 den Großteil des Herzogtums Warschau), von wo aus sie
ab 1814 und bis 1839 dem Ruf und den
Angeboten von Zar Alexander I. folgten und
sich zur Weitersiedlung in das seit 1812 russische Bessarabien entschlossen.
Zwischen 1814 und 1842 siedelten sich etwa 2.100 - 2.500 Familien (das sind etwa 8.500-10.000 Personen) deutscher Herkunft in Bessarabien an - etwa zwei Drittel davon in den ersten Jahren von 1814 -1817, darunter auch die Klöstitzer Siedler. Zu Siedlungsbeginn wurden den deutschen Siedlern knapp 150.000 Hektar Land auf insgesamt 16 Landstücken zugeteilt, d.h. 17 Hektar pro Person. Bis zum Ende der Siedlungstätigkeit 1842 wurden 25 Mutterkolonien angelegt. Westlich des deutschen Siedlungsgebietes bis zum Pruth wurden bulgarische Kolonisten angesiedelt, denen die gleichen Rechte wie den deutschen zugestanden wurden. Die noch unbesiedelten Regionen östlich und nordöstlich der deutschen Siedlungsgebiete wurden einmal von russischen Kronsbauern besiedelt, denen nur noch ein Teil der Privilegien der deutschen und bulgarischen Kolonisten gewährt wurde, ansonsten waren sie den allgemeinen Reichsgesetzen unterstellt; zum Zweiten verlieh der Kaiser noch freie Flächen in der Größenordnung von 1.000 bis 10.000 Hektar an hohe staatliche Würdenträger - teilweise auch deutscher Herkunft -, die darauf große Güter gründeten.
Trotz
Auswanderung von rund 25.000 Personen aus den deutschen Siedlungsgebieten vor allem zwischen 1874 und 1927 -
die meisten darunter emigrierten in die USA - haben die
Nachkommen der Siedler einmal bedingt durch ihre hohe Geburtenrate und zum
Zweiten, um sich wirtschaftlich zu entwickeln - und das war meist nur
extensiv möglich -, immer danach getrachtet,
neue Ländereien aufzukaufen und Tochterkolonien zu gründen bzw. in geringem
Umfang auch Lan Die Region des südlichen Bessarabiens, der Budschak (tatarisch: "Winkel"), besteht weitgehend aus einer weiten, leicht hügeligen Steppenlanschaft mit sehr fruchtbaren Böden (Schwarzerde) auf denen von den Kolonisten hauptsächlich Cashcrops für den Export in die westeuropäischen Städte angebaut wurden: Dies waren vor allem Getreide, Öl- und Hülsenfrüchte. Allein der Maisanbau umfasste in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts über 30% der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Obst- und Gemüseanbau sowie Milchviehhaltung und Schafzucht waren auch von Bedeutung. Aus Sicht des Zaren sollte die Wirtschaftsweise der Kolonisten der rückständigen russischen Landwirtschaft als Vorbild dienen. Die Kultivierungsleistung der Kolonisten verschiedener Herkunft - herausragend darunter die deutschen - verwandelte die weiten bessarabischen Steppenlandschaften in eine Kornkammer des Zarenreiches und erlaubte es, den russischen Getreideexport über die neu hinzugewonnenen Schwarzmeerhäfen zu erhöhen und Russland so weiter in die Weltwirtschaft zu integrieren. Es herrscht kontinentales Klima mit heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern. Klöstitz zur Zeit der Besiedlung Klöstitz wurde 1815 von 134 deutschen
Siedlerfamilien als Großbauerndorf in zusammenhängender Lage gegründet. Die
ersten Siedler waren Württemberger, Schwaben, Pfälzer und Preußen. Jede
Familie besaß mit ihrem Hof rund 65 Hektar Land. In der Regel
Zur Zeit der Umsiedlung 1940 zählte das Dorf 717 Familien und es hatte 3.212 Einwohner, davon bis auf 82 alles Nachkommen deutscher Siedler. Klöstitz trägt heute den Ortsnamen Veselz Dolina.
Ü B E R D I E S E H O M E P A G E
Vollständigkeit und Richtigkeit Meine genealogischen Daten von Klöstitz, die darauf basierenden geographischen Darstellungen sowie meine Interpretationen von historischen Ereignissen, Entwicklungen und von Aktivitäten beteiligter Personen, erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit. Sollten Sie größere Fehler entdecken oder können Sie sinnvolle Ergänzungen vorschlagen, würde ich mich freuen, wenn Sie mir unter Kontakt eine kurze Mail zuschicken. - Und im übrigen möge man bitte daran denken: Dies ist "work in progress". Konventionen Kommentare bezüglich des derzeitigen Entwicklungsstands dieser Webseite sowie zur provisorischen Gestaltung von Karten, Grafiken, Texten und Seiten sind in dunkelrot geschrieben. Die Schreibweise von Orten wird der heute gebräuchlichen Schreibweise angepaßt. Die Namen großer Städte und Flüsse werden ins Deutsche übersetzt; die Namen kleinerer Städte und Dörfer werden in ihrer heutigen landesspezifischen Schreibweise benutzt, auch wenn sie vielleicht irgendwann einmal in der Geschichte einen deutschen Namen getragen haben. Wenn sinnvoll, werden allerdings teilweise ehemals deutsche Gemeinden mit ihrem deutschen Namen bezeichnet, dann oft in dunkelrot. Ähnlich wird auch der Einfachheit halber bei der Einzeichnung von Grenzen in die verwendeten Karten vorgegangen: Die Staaten werden im allgemeinen in ihren heutigen Grenzen dargestellt. Sollte es aus einem Grund sinnvoll erscheinen, ehemalige Staaten, Provinzen, etc. hervorzuheben, so geschieht dies in dunkelrot. Da die Karten unter Verwendung teilweise verschiedener Ausgangskarten mit unterschiedlicher Projektion und Präzision erstellt werden, erheben sie keinen Anspruch auf absolute kartographische Genauigkeit wie man sie von Atlanten oder Geschichtsatlanten her gewohnt ist. Leichte Abweichungen in der Lage von Grenzen, Flüssen und Orten sind möglich. Da die Darstellungen auf diesen Webseiten nicht mit dem Ziel wissenschaftlichen Ansprüchen zu genügen gestaltet werden, wird auch der Anmerkungsapparat möglichst kurz gehalten; er beschränkt sich im wesentlichen auf den Verweis auf die Quellen von Dokumenten, Zitaten und wichtigen, widersprüchlichen oder umstrittenen Angaben.
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